Belichtungskombination mittels Überblendung (Exposure Blending)
Einleitung
Photomatix ermöglicht es Ihnen Bilder mit unterschiedlichen Belichtungen miteinander zu verrechnen, indem Sie die Mittelwert Methode oder eine der Lichter & Schatten Methoden benutzen. Die Lichter & Schatten Methoden führen eine Verarbeitung durch, die auch als Belichtungskombination mittels Überblendung (Exposure Blending) bekannt ist. Sie finden diese Verrechungsmethoden im Menü unter Kombination.
Die Lichter & Schatten Methoden setzen adaptive Algorithmen ein, um die Details die in den verschiedenen Belichtungen vorhanden sind, verschieden zu gewichten, auszuwählen und zu überblenden.
Die Mittelwert Methode kombiniert jeden Bildpunkt mit der gleichen Mittelwertformel, ohne Berücksichtigung ob die berechneten Pixel in dunklen oder hellen Flächen liegen. Aus diesem Grund kann die Mittelwertbildung nicht die gleiche Kontrastumfangerweiterung erzeugen, die Sie mit einer der Lichter & Schatten Belichtungskombination Methode erreichen können. Allerdings kann die Mittelwertbildung das Bildrauschen reduzieren und wird oft eingesetzt für eine Verarbeitung die Image Stacking (Bilder Stapeln) genannt wird.
Durchführung von Belichtungskombination von der Programmoberfläche aus:
1. Klicken Sie auf Öffnen im Datei Menü um die Bilder, die mit unterschiedlichen Belichtungen gemacht wurden, zu öffnen.
2. Klicken Sie auf eine der Lichter & Schatten Methoden im Kombination Menü.
3. Das Fenster zeigt die Quellbilder (siehe Anmerkung unten), die zu einem Bild mit Zeichnung in den Lichtern und Schatten verrechnet werden. Wenn die Bildausschnitte nicht übereinstimmen (z.B. bei Belichtungen ohne Einsatz eines Stativs), wählen Sie die Option Ausrichten vor der Verrechnung.
4. Klicken Sie auf Sichern im Datei Menü um die Ergebnisse zu sichern.
 
Um Belichtungen automatisch miteinander zu verrechnen und/oder große Dateien zu bearbeiten, schauen Sie bitte im Abschnitt Batch-Verarbeitung nach.
 
Anmerkung:
Quellbilder
- Alle Bilddateien, die Sie geöffnet haben, ausgenommen Bilder im Radiance RGBE oder OpenEXR Format, werden als Quellbilder betrachtet. Quellbilder sollten Bilder des gleichen Motivs, die mit unterschiedlichen Belichtungen gemacht wurden, sein. Sobald Sie Quellbilder miteinander verrechnet oder Tone Mapping auf ein HDR Bild angewandt haben, können die Ergebnisbilder nicht mehr als Quellbilder benutzt werden. Sie können die Ergebnisse von verschiedenen Verrechnungsmethoden leicht vergleichen, indem Sie sie mehrmals hintereinander auf die gleichen Quellbilder anwenden, ohne dass Sie das Fenster, das das vorhergehende Ergebnis zeigt schließen.
- Wenn die Quellbilder nicht die gleiche Größe haben, wird das Bildergebnis basierend auf der Größe des kleinsten Quellbildes berechnet.
- Die Verrechnungsmethoden erfordern, dass die Quellbilder genau übereinstimmen, um einwandfrei zu arbeiten. Es ist empfehlenswert für die verschiedenen Belichtungen ein Stativ zu benutzen. Wenn Ihre Digitalkamera eine Automatic bracketing Funktion (automatische Belichtungsreihe) besitzt und sie auf andere Weise dafür sorgen, dass die Kamera sich während der Aufnahmen nicht bewegt, ist ein Stativ nicht unbedingt erforderlich.
Verarbeitungszeiten
- Die Verarbeitungszeiten sind abhängig von der Größe, der Farbtiefe und der Anzahl der Quellbilder. Die Größe der Bilder wird nur duch die Anzahl der Pixel in Höhe und Breite bestimmt. Die Farbtiefe ergibt sich aus der Anzahl der Bits pro verwendetem Farbkanal (RGB mit 8 Bit pro Kanal = 24 Bit Farbtiefe, RGB mit 16 Bit pro Kanal = 48 Bit Farbtiefe). Auch die Auswahl der verschiedenen Verrechnungsmethoden und die dazu gehörenden Einstellungen in den Methoden (im Falle von "Lichter & Schatten - einstellbar" und "Lichter & Schatten - intensiv") haben Einfluss auf die Berechungszeiten. Die Berechnungszeiten reduzieren sich nicht durch Verwendung von komprimierten TIFF oder JPEG Dateien.
- Geschätzte Rechenzeiten werden für einen typischen PC mit 512MB/800MHz unter Windows XP angegeben und sind Näherungswerte. Die Rechenzeiten werden auch beeinflusst durch die Anzahl der speicherintensiven Anwendungen, die auf ihrem Computer zur gleichen Zeit wie Photomatix laufen. Beenden Sie zur Beschleunigung der Berechnungen in Photomatix möglichst alle anderen Anwendungen, um soviel Speicherplatz wie möglich für Photomatix frei zu geben.
 
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