| Einführung | |||
| Photomatix Pro arbeitet mit mehreren verschieden belichteten, deckungsgleichen Aufnahmen des selben Motivs. Solche Bilder nennt man in Bezug auf die bei vielen Kameras verfügbare Funktion zur automatischen Erstellung von Belichtungsreihen (engl.: Auto Exposure Bracketing = AEB) oft "bracketed" Bilder. Die einzelnen Bilder solcher Belichtungsreihen werden im Weiteren als "Belichtung" bezeichnet und sind unser Ausgangsmaterial für die Verarbeitung zu Bildern mit hohem Kontrastumfang (engl.: High Dynamic Range = HDR). | |||
| Um erste Erfahrungen zu sammeln, können Sie die mit Photomatix Pro mitgelieferten Übungsbilder nutzen - falls Sie im Moment noch keine eigenen Belichtungsreihen zur Verfügung haben. Sie finden diese Bilder im Ordner Beispiele, unterhalb des Programmordners von Photomatix Pro. Nehmen Sie dann zum Testen von Photomatix auch Belichtungsreihen von Ihren eigenen Motiven auf. Folgen Sie dazu den Anregungen im Abschnitt Erstellen von Belichtungsreihen für HDR-Aufnahmen. | |||
| Sie benötigen nicht unbedingt mehrere Belichtungen um Photomatix einzusetzen. Wenn Sie eine einzelne Belichtung im RAW-Format aufgenommen haben, können Sie darauf das Tone Mapping auch direkt anwenden. Dazu können Sie die RAW-Datei entweder direkt in Photomatix Pro öffnen - wobei eine Pseudo-HDR-Datei entsteht -, oder Sie wandeln sie mit Ihrem bevorzugten RAW-Konverter zunächst in ein 16-Bit TIFF um und öffnen sie dann in Photomatix Pro. Das Tone Mapping Werkzeug und die 48-Bit Kompression arbeiten nämlich auch mit einer einzelnen 16-Bit TIFF Datei. | |||
| Ein anderer Trick besteht darin, mithilfe eines RAW-Konverters verschiedene vorgetäuschte Belichtungen aus einer einzigen RAW-Datei zu gewinnen (sog. "fake bracketings") und diese mit Lichter & Schatten - automatisch aus dem Menü Kombination, zu verrechnen. Jedoch ist der Kontrastumfang, den Sie auf diese Weise aus einer einzigen RAW-Datei wiederherstellen können, sehr begrenzt und nicht zum Erzeugen von HDR-Bildern geeignet! Sie können eine RAW-Datei auch direkt in Photomatix Pro öffnen und erhalten ebenfalls eine Pseudo-HDR-Datei - nur auf einfacherem Wege. | |||
| Wir möchten nochmal ganz klar darauf hinweisen, dass der Kontrastumfang, den Sie aus einer einizgen RAW Datei gewinnen können sehr eingeschränkt ist. Eine einzelne Aufnahme ist nicht ausreichend, um eine Szene mit hohem Kontrastumfang aufzuzeichnen. Selbst Szenen mit mittlerem Kontrastumfang können so nicht ohne sichtbare Einbussen aufgezeichnet werden. Um hochwertige HDR Bilder zu erzeugen, werden Belichtungsreihen benötigt. Nutzen Sie den Kontrastumfang Ihrer digitalen Kamera möglichst voll aus, indem Sie die dunkelste Aufnahme einer Belichtungsreihe leicht überbelichten, denn das minimiert das Rauschen in den Schattenpartien. | |||
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