Photomatix Tone Mapping Plug-In - Hilfe
 
 
 
Das Tone Mapping Plug-In bringt die Detailzeichnung in Lichtern und Schatten eines High Dynamic Range Bildes zum Vorschein und verstärkt lokale Kontraste.
Das Ergebnis kann dann in einem 8-Bit oder 16-Bit Bildformat gespeichert werden, welches den im HDR Bild vorhandenen Kontrastumfang zeigt. Da der Tonwertumfang unter Beibehaltung der lokalen Kontraste komprimiert wird, kann das Bild nun auf handelsüblichen Monitoren und Ausdrucken bzw. Fotoabzügen ausgegeben werden.
Tone Mapping kann sogar auf 16-Bit Bilder angewendet werden, z.B. auf Ergebnisse aus einer RAW-Konvertierung.
 
 
 
Inhalt der Hilfe
1.   Tone Mapping auf 32-Bit High Dynamic Range Bilder anwenden
2.   Tone Mapping auf 16-Bit Bildern, z.B. aus einer RAW-Konvertierung anwenden
3.   Vorschau und Einstellungen
4.   Registrierung des Plug-Ins
5.   Weiterführende Informationen und Hilfen
 
 
 
Tone Mapping auf 32-Bit High Dynamic Range Bilder anwenden
Das Tone Mapping Plug-In ist geeignet um Bilder zu bearbeiten die die vollständigen Tonwerte einer Szene mit hohem Kontrastumfang enthalten, sogg. HDR-Bilder. Solche HDR-Bilder werden mit 32-Bit pro Farbkanal gespeichert und entstehen üblicherweise aus den unterschiedlich belichteten Einzelaufnahmen einer Szene (einer so genannten Belichtungsreihe).
Wenn Sie bereits unterschiedlich belichtete Einzelaufnahmen einer Szene mit hohem Kontrastumfang vorliegen haben, dann können Sie diese direkt in Adobe PhotoShop CS2 zu einem 32-Bit/Kanal HDR Bild zusammenführen. Dazu benutzen Sie die "Zu HDR zusammenfügen" Funktion unterhalb des Menueeintrags "Automatisieren" im "Datei" Menue.
Falls Sie noch keine Aufnahmen angefertigt haben, können Sie eine Belichtungsreihe entsprechend unserer Empfehlungen, die Sie im Bereich Erstellen von Belichtungsreihen für HDR Aufnahmen finden, anfertigen.
Auf jeden Fall ist es sehr wichtig, dass Ihr HDR Bild möglichst rauschfrei ist. Dazu sollte die aufgenommene Belichtungsreihe mindestens eine Aufnahme enthalten in der die tiefen Schattenbereiche korrekt belichtet sind und Details erkennen lassen. Wenn Sie mit einer hohen ISO-Einstellung aufnehmen müssen, dann sollten Sie nach der Aufnahme ein Rauschentfernungsprogramm anwenden bevor Sie die Einzelaufnahmen zu einem HDR zusammenfügen.
Nachdem Sie ein 32-Bit HDR erzeugt oder eins geöffnet haben:
1. Öffnen Sie in Photoshop das "Filter" Menue, selektieren Sie den Eintrag "Photomatix" und klicken Sie dann auf "Tone Mapping".
2. Verändern Sie die Einstellungen des Tone Mappings wenn nötig. Weitere Angaben dazu finden Sie im Abschnitt "Vorschau und Einstellungen".
3. Klicken Sie abschliessend auf "OK" um das Tone Mapping auf Ihr HDR-Bild anzuwenden. Dadurch wird der Tonwertumfang des HDR so komprimiert dass handelsübliche Monitore ihn korrekt anzeigen können. Dennoch wird Photoshop das Ergebnis als 32-Bit Datei speichern, auch wenn das nun gar nicht mehr nötig ist.
4. Also benutzen Sie das Menue "Bild", klicken auf "Modus" und wählen entweder 8-Bit/Kanal oder 16-Bit/Kanal aus. Im "HDR Umwandeln" Dialog behalten Sie die Standardeinstellung "Belichtung und Gamma" mit Belichtung=0 und Gamma=1 bei.
Wichtiger Hinweis: Wenn Sie das Tone Mapping direkt nach "zu HDR zusammenfügen" angewendet haben, entdecken Sie unter Umständen schwarze Störungen im Ergebnis. Sehr wahrscheinlich entstehen diese Störungen durch ungeeignete Vorschaueinstellungen von Photoshop: Gehen Sie ins Menue "Ansicht", klicken Sie auf "32-Bit Vorschau Einstellungen" und setzen Sie den Wert für Belichtung auf "0" (am besten manuell eingeben, um den Wert wirklich exakt auf 0 zu stezen).
 
 
 
Tone Mapping auf 16-Bit Bildern
Es ist auch möglich das Tone Mapping auf einzelne Bilder mit 16-Bit pro Kanal anzuweden. Jedoch sollte das Rauschen in dem 16-Bit Bild so niedrig wie möglich sein um gute Ergebnisse zu erzielen.
Um solch einen möglichst niedrigen Rauschanteil im Ausgangsbild zu erzielen, empfehlen wir die Aufnahme im RAW-Modus auszuführen und die Belichtungsparameter auf die Schatten hin zu optimieren. Das bedeutet die Aufnahme gezielt überbelichten. Selbst wenn das Histogramm der Kamera anzeigt, dass die Detailzeichnung in den Lichtern verloren geht (Clipping), werden Sie bis zu einem gewissen Grad in der Lage sein diese während der RAW-Konvertierung wieder herzustellen - es sei denn, der Kontrastumfang der fotografierten Szene ist zu gross. Dann wird eine einzelne Aufnahme keinen Sinn mehr machen und Sie werden sinnvollerweise eine Belichtungsreihe erstellen, um daraus ein HDR-Bild zu erzeugen und es anschliessend mit Tone Mapping bearbeiten.
Beim Konvertieren der RAW-Datei im RAW-Import-Modul von Photoshop (Adobe Camera Raw) wird dann eine Belichtungskorrektur von -1 oder -2 verwendet, jenachdem wieviele Details in der Lichterzeichung Sie zurückgewinnen wollen.
Nachdem Sie die RAW-Datei in ein 16-Bit Bild konvertiert haben:
1. Öffnen Sie in Photoshop das "Filter" Menue, aktivieren Sie den Eintrag "Photomatix" und klicken Sie dann auf "Tone Mapping".
2. Verändern Sie die Einstellungen des Tone Mappings wenn nötig. Weitere Angaben dazu finden Sie im Abschnitt "Vorschau und Einstellungen".
3. Klicken Sie abschliessend auf "OK" um das Tone Mapping auf Ihr 16-Bit Bild anzuwenden. Dadurch wird der Tonwertumfang des Bildes so komprimiert dass handelsübliche Monitore ihn korrekt anzeigen können. Es ist sinnvoll im 16-Bit Modus weiterzuarbeiten, um eine hohe Genauigkeit und Bearbeitungsspielraum für weitere Bearbeitungen zu erhalten.