Aktualisiert am: 07. April 2026
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Was ist HDR-Fotografie?
Die HDR-Fotografie (High Dynamic Range) ist eine Technik, mit der sich kontrastreiche Szenen unter natürlichen Lichtverhältnissen aufnehmen lassen.
Nehmen wir an, Sie fotografieren an einem sonnigen Tag einen Raum mit Meerblick. Ihre Kamera wird Schwierigkeiten haben, den großen Helligkeitsunterschied zwischen dem Innenraum und dem deutlich helleren Blick nach draußen abzubilden.
Im automatischen Belichtungsmodus wählt Ihre Kamera eine durchschnittliche Belichtung, die für die durchschnittliche Beleuchtung in der Szene geeignet ist, was jedoch zu einem Verlust an Details sowohl im Innenraum als auch im Außenbereich führt.
Wenn Sie die Belichtung manuell so einstellen, dass die Aussicht gut aussieht, wirkt der Innenraum dunkel. Wenn Sie stattdessen die Belichtung so einstellen, dass der Innenraum richtig aussieht, sehen Sie die Aussicht nicht.
Die Verwendung eines Blitzes, um den Lichtunterschied zwischen Innen- und Außenbereich künstlich zu verringern, ist eine Möglichkeit, das Problem zu mildern. Eine bessere Option ist die HDR-Fotografie, die Ihnen mehr Kontrolle bietet, den Einsatz eines Blitzes vermeidet und selbst die größten Beleuchtungsunterschiede bewältigen kann.
Bei der HDR-Fotografie nehmen Sie mehrere Belichtungen auf und fügen diese zu einem Bild zusammen, das die Details sowohl in den dunkelsten als auch in den hellsten Bereichen der Szene festhält.
Wofür wird HDR-Fotografie verwendet?
Die HDR-Fotografie wird eingesetzt, um die gesamte Belichtung einer Szene einzufangen und deren Details in den Lichtern und Schatten darzustellen.
Die großen Helligkeitsunterschiede in kontrastreichen Szenen stellen die physikalischen Grenzen der Kamera auf die Probe, da sie den optimalen Tonwertbereich überschreiten, den sie in einer einzigen Aufnahme erfassen kann.
Die HDR-Fotografie bewältigt diese Herausforderung, indem sie Fotos der Szene, die mit unterschiedlichen Belichtungen aufgenommen wurden, zusammenführt. Das daraus resultierende zusammengesetzte Bild erfasst die Leuchtdichte (d. h. die Lichtintensität) eines Punktes in der Szene mit der optimalen Belichtung für den Tonwertbereich an diesem Punkt. Es wird als HDR-Bild bezeichnet und kodiert die Leuchtdichte in einer Gleitkommadarstellung.
Die Fähigkeit, kontrastreiche Szenen aufzunehmen und genaue Helligkeitsinformationen zu erfassen, macht die HDR-Fotografie nützlich für:
Warum heißt es „High Dynamic Range“ / „Hoher Dynamikumfang“?
In der Fotografie bezieht sich der Begriff „Dynamikumfang“ auf die Helligkeitsunterschiede in einer Szene. Eine kontrastreiche Szene, die sowohl dunkle Schatten als auch helle Lichter enthält, weist große Helligkeitsunterschiede auf und ist daher eine HDR-Szene (High Dynamic Range).
In diesem Sinne können die Begriffe „kontrastreich“ und „HDR“ synonym verwendet werden.
Wie erstelle ich ein HDR-Bild?
Die HDR-Fototechnik umfasst zwei Schritte:
Schritt 1: Aufnahmen mit mehreren Belichtungen herstellen
Zusätzlich zur „normalen“ Belichtung, die für die durchschnittliche Beleuchtung eingestellt ist, machen Sie überbelichtete Aufnahmen, um die dunkelsten Bereiche einzufangen, und unterbelichtete Aufnahmen, um die hellsten Bereiche einzufangen. Dies können Sie automatisch mit der AEB-Funktion (Automatic Exposure Bracketing) tun, die die meisten Digitalkameras bieten. Lesen Sie den nächsten Abschnitt über die Kameraeinstellungen für HDR.
Schritt 2: Zu HDR zusammenführen
Laden Sie die Belichtungen in Photomatix und führen Sie sie zu HDR zusammen. Dadurch entsteht ein HDR-Bild, das alle Details der dunkelsten und hellsten Bereiche enthält. Bei Bedarf können Sie das Bild weiter anpassen, indem Sie Voreinstellungen anwenden oder die Schieberegler verwenden.
HDR beginnt mit der Aufnahme mehrerer Belichtungen. Erfahren Sie, wie Sie die Belichtungsreihenautomatik bei verschiedenen Kameramodellen einstellen.
Erfahren Sie, wie Sie Ihre Kamera so einstellen, dass Sie Lichtprobleme in Innenräumen mit hellem Lichteinfall durch die Fenster meistern können. Mit dieser Belichtungsreihentechnik gelingen Ihnen perfekt belichtete Innenaufnahmen von Immobilien ganz ohne zusätzliche Beleuchtung.
Einstellungen für die Belichtungsreihenautomatik (Anzahl der Aufnahmen, maximale EV-Schritte und Serienbildrate) für verschiedene Kameramodelle von Canon, Nikon, Sony, Panasonic, Olympus, Fujifilm und anderen Kameraherstellern.
Zeigt Ihnen anhand von zwei Belichtungsmessungen, welche Belichtungseinstellungen Sie bei der Aufnahme einer Szene mit sehr hohem Kontrast (z. B. Innenraum mit hellem Fenster) wählen sollten.
Barry berichtet über seine Arbeit, die Vorteile des Einsatzes von 32-Bit-HDR im Photogrammetrieprozess und teilt seine Ansichten zur heutigen Photogrammetrie-Branche.
Definitionen, Fachbegriffe und Informationen zu den technischen/wissenschaftlichen Grundlagen der HDR-Bildgebung in leicht verständlicher Sprache.
Das Fachbuch „High Dynamic Range Imaging für Fotografen und CG-Artists“ von Christian Bloch ist eine umfassende Auseinandersetzung mit allen Aspekten der HDR-Bildbearbeitung und den dazugehörigen Techniken, einschließlich praktischer Tipps, Künstlerinterviews und Schritt-für-Schritt-Anleitungen.